Gymnasium Dörpen

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Beratung am Gymnasium Dörpen

  1. Ziele

Die Beratung am Gymnasium Dörpen richtet sich an Schüler/innen, Eltern und Lehrer mit dem Ziel, die Bildungschancen der Schüler/innen zu verbessern. Dies geschieht, indem die genannten Personengruppen bei auftretenden Schwierigkeiten unterstützt werden und Hindernisse beseitigt werden (unterstützend) und indem schon im Vorfeld versucht wird, Schwierigkeiten zu vermeiden (präventiv). Auf diese Weise werden die Möglichkeiten des Bildungssystems optimal genutzt.

Unterstützung wird häufig gesucht bei

  • Lern- und Leistungsschwierigkeiten
  • Auffälligem Verhalten
  • Gesundheitlichen Problemen
  • Fragen zur Schullaufbahn
  • Persönlichen Problemen

Bei diesen Beratungsanlässen reagiert die Schule auf Probleme, Schwierigkeiten, Auffälligkeiten und Fragen des Schülers bzw. der Eltern.

In folgenden Bereichen informiert die Schule aktiv und lädt Schüler bzw. Eltern zu Veranstaltungen ein:

  • Allgemeine Information über die Ziele des Gymnasiums und Zugangsvoraussetzungen für Grundschuleltern (Beginn 4. Schuljahr)
  • Schnuppertag für am Besuch des Gymnasiums interessierte Schüler des 4. Schuljahrgangs und deren Eltern
  • Information über die Arbeit des Gymnasiums (Jahrgang 5)
  • Information über die Wahl der 2. Fremdsprache (Jahrgang 6)
  • Information zur Berufsorientierung (Jahrgang 9)
  • Information über die gymnasiale Oberstufe und die Einführungsphase (Jahrgang 10)

 

  1. Rahmenbedingungen

Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte können jederzeit auf Beratung zurückgreifen, um bei auftretenden Problemen zeitnah Lösungen zu finden.

Elternsprechtage, Elternabende der Klasse, Einzeltermine und Telefongespräche bieten die Möglichkeit zu Gesprächen mit Fachlehrern, Klassenlehrern, der Beratungslehrkraft und der Schulleitung.

Für persönliche Gespräche steht ein Konferenzraum zur Verfügung. Die Beratungslehrkraft kann ein eigenes Büro für Gespräche nutzen.

Gesprächstermine mit den Lehrkräften sind auch außerhalb der Elternsprechtage möglich. Sie werden bedarfs- und bedürfnisgerecht zwischen den Lehrkräften und Eltern vereinbart.

Die Beratungslehrkraft bietet wöchentlich zwei Sprechstunden in großen Pausen an, über die Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte durch Aushänge und eine Information auf der Homepage informiert werden. Ausführliche Beratungsgespräche mit Schüler/innen können nach Absprache auch während des Unterrichts stattfinden oder in besonderen Fällen im Anschluss an die Unterrichtszeit durchgeführt werden.

Zu Beginn eines jeden Schuljahres erhalten Schüler/innen und Eltern Informationen über Aufgaben und Inhalte der Beratung, die aktuellen Sprechzeiten und Kontaktmöglichkeiten durch die Beratungslehrkraft in schriftlicher Form. Die Beratungslehrkraft stellt sich zudem bei den Schüler/innen der 5. Klassen persönlich vor.

 

  1. Beratungs- und Unterstützungskräfte

„Beratung ist als Bestandteil des Unterrichts- und Erziehungsauftrages der Schule zunächst eine selbstverständliche Aufgabe für jeden Lehrer.“[2] Deshalb findet Beratung tagtäglich durch alle Lehrkräfte der Schule statt.

    1. Fachlehrer

Sie sind fachbezogen die ersten Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Inhalte der Beratung sind alle Fragen zur fachlichen Leistungsentwicklung: Fachinhalte, Leistungsstände, Lernentwicklung, Leistungsbewertung, Arbeits- und Sozialverhalten. Die Lehrkräfte der Langfächer erarbeiten gemeinsam mit dem Klassenlehrer Förderpläne für Schüler mit Leistungsdefiziten.

    1. Klassenlehrer

Sie sind klassenbezogen die ersten Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Inhalte der Beratung sind hier die allgemeine Lernentwicklung und die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit. Probleme mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie mit Lehrkräften werden ebenso erörtert wie persönliche Probleme. Die Klassenlehrer sind maßgeblich an der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung beteiligt und stellen gemeinsam mit den Lehrkräften der Langfächer Förderpläne auf. Im Jahrgang 10 stehen sie für Fragen zur Wahl der Schullaufbahn zur Verfügung.

    1. Fachkonferenzobleute

Sie beraten Lehrkräfte, Eltern und Schüler bei fachlichen Fragen.

    1. SV-Beratungskraft

Sie berät die Schülervertretung bei der Planung, Organisation und Durchführung der SV-Tätigkeiten.

    1. Beratungslehrkraft

Sie berät und unterstützt Schüler, Eltern und Lehrkräfte in allen Fragen des schulischen wie persönlichen Lebens immer dann, wenn Beratung durch Fachlehrer und Klassenlehrer keinen Erfolg zeigt oder wenn besonderer Wert auf Vertraulichkeit gelegt wird. Wichtig ist die Klärung des Beratungsauftrages, d.h. „Wer ist Ratsuchender?“, damit für alle Beteiligten eine erfolgreiche Arbeit im Rahmen der Beratung erfolgen kann. Im Rahmen ihrer Tätigkeit führt die Beratungslehrkraft Einzelfall- und Gruppenberatungen durch und kann bei Bedarf in Gesprächen zwischen den unterschiedlichen Personengruppen teilnehmen. Dadurch unterstützt und intensiviert sie die Beratungsprozesse in der Schule.

Zudem wirkt die Beratungslehrkraft an schulpsychologischen Arbeiten und der Erarbeitung und Durchführung von verschiedenen Projekten zur Prävention mit.

    1. Schulleitung

Sie berät Schüler bei speziellen Verhaltens- und Lernproblemen, deren Eltern bei Schullaufbahnentscheidungen und Kollegen bei Schwierigkeiten mit Schülern.

Sie berät Lehrkräfte im Rahmen der ihr zugewiesenen Aufgaben. Dazu gehören gezielte Unterrichtsbesuche mit anschließenden Beratungsgesprächen. Der Lehrkraft wird Hilfestellung für die Analyse der Situation in der Klasse oder auch in Bezug auf einzelne Schüler gegeben.

    1. Schulpsychologische Beratung

Die Schulpsychologische Beratung ist ein Teildezernat der Landesschulbehörde. Die Schulpsychologinnen und –psychologen beraten und unterstützen die Schulen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben in Erziehung und Unterricht, die über die an der Schule möglichen Lösungsansätze hinausgehen, beispielsweise die Klärung von Hoch- und Minderbegabung oder die Unterstützung von Fällen, in denen schwere und ernsthafte Störungen vermutet werden. Eltern, Lehrkräfte und Schüler können sich direkt an den zuständigen Schulpsychologen wenden. Diese Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

 

4. Grundsätze der Unterstützung und Beratung

Beratung kann nur dann Erfolg zeigen, wenn sie freiwillig in Anspruch genommen wird. Wenn die Freiwilligkeit nicht gegeben ist und kein Beratungsbedürfnis besteht, findet keine Beratung im eigentlichen Sinne statt, sondern Belehrung oder Überredung. In diesem Fall besteht kaum eine Chance, etwas positiv zu verändern. Außerdem sollte eine Beratung vertraulich sein, damit Ratsuchender und beratende Lehrkraft erfolgreich zusammenarbeiten können.

In Fällen von Verstößen gegen die Schulordnung oder anderen schwereren Vergehen durch Schüler/innen wird eine Klassenkonferenz einberufen. Hier wird dann eine Änderung des Verhaltens unter Ausübung von Druck angestrebt, indem gegebenenfalls disziplinarische Maßnahmen im Rahmen der Erziehungsmittel und Ordnungsmaßnahmen beschlossen werden.

Die Arbeit der Beratungslehrkraft ist Verstärkung und Ergänzung der schulischen Beratung.

Auch die Beratung durch die Beratungslehrkraft ist ein Angebot. Das bedeutet, dass auch hier der Aspekt der Freiwilligkeit eine wichtige Rolle spielt, um erfolgreich beraten zu können. Vor allem Schüler/innen dürfen somit nicht als „Strafe“ zu einem Gespräch mit der Beratungslehrkraft gezwungen werden.

In ihrer Arbeit ist die Beratungslehrkraft frei und unabhängig, d.h. sie ist nicht an Weisungen „von oben“ gebunden. Allerdings kann sich die Beratungslehrkraft nicht in die Kompetenzen von Fach- und Klassenlehrern einmischen und diese in Frage stellen. Die Beratungslehrkraft ist zudem an die Schweigepflicht gebunden, was bedeutet, dass sie in schriftlicher Form von dieser durch den Ratsuchenden entbunden werden muss, damit sie befugt ist, Informationen an Dritte weiterzugeben.

Die Beratungslehrkraft unterstützt und intensiviert durch ihre Arbeit die Beratungsbemühungen der Schule.

 

  1. Inkrafttreten

Das veränderte Beratungskonzept tritt mit Beschluss der Gesamtkonferenz am 30. März 2017 in Kraft.

 

Die Beratungslehrkraft