Exkursion nach Esterwegen

Am 6. März 2025 waren unsere zehnten Klassen ein zweites Mal in der Gedenkstätte Esterwegen, um sich einen ganzen Vormittag heimatgeschichtlich zu befassen. 

Im Mittelpunkt stand dabei die Endphase des Zweiten Weltkriegs im Emsland sowie die vielfach vorherrschende Verdrängung der Verbrechen und Schrecken des NS-Regimes in der bundesdeutschen Gesellschaft bis in die 1960er Jahre.

Es wurde in den Seminarräumen des Museums gruppenweise zu ausgewählten Biographien emsländischer Zeitzeugen gearbeitet und die Ergebnisse anschließend präsentiert.

Eine weitere Schülergruppe führte nach Vorbereitung von Frau Margret Andrees (Gedenkstätte Esterwegen und OBS Dörpen) und in Anwesenheit von Herrn Fiß (Samtgemeinde Dörpen) in der Museumsbibliothek ein spannendes „Zweitzeugengespräch“ mit Herrn Lambert Brand. Dieser schilderte eindrücklich die Erlebnisse seiner Mutter in den letzten Kriegstagen, als alliierte Truppen das Emsland besetzten und sich mit der Wehrmacht auf dem Gebiet der heutigen Samtgemeinde heftige Kämpfe lieferten, worunter auch die Zivilbevölkerung fürchterlich zu leiden hatte und es zu zahlreichen Zerstörungen in den Dörfern kam. 

Unsere Schülerinnen und Schüler gewannen somit lehrreiche Einblicke in ein düsteres Kapitel des 20. Jahrhunderts und es wurde einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar die Werte Menschlichkeit und Frieden sind, welche es in Gegenwart und Zukunft zu bewahren gilt. 

Bericht: Herr Böttcher

Bilder: Herr Böttcher/ Frau Doumet

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